CDU Ilm-Kreis

Termine

Neuer Landesvorsitzender der CDU Senioren Union in Ilmenau

16.01.2010

 Herr Rolf Berend, langjähriger Thüringer Europaabgeordneter bis 2009, besuchte in seiner neuen Funktion als Thüringer Landesvorsitzender der Senioren Union die Freunde und Mitglieder dieser CDU-Organisation in Ilmenau. 60 Interessierte trafen sich am 6. Januar 2010  in neu gestalteten Räumlichkeiten der „Tanne“. Berend begann seine Ausführungen mit einem Zitat von Konrad Adenauer:Die Einheit Europas war ein Traum weniger, sie wurde eine Hoffnung für viele, heute ist sie eine Notwendigkeit für alle!“ Berend rief in Erinnerung, dass zu diesem Zeitpunkt 1953 nicht nur Deutschland, sondern auch die meisten europäischen Länder in Schutt und Asche lagen, Millionen Menschen hatten ihr Leben verloren, Familien waren zerrissen und zerstört, unendliches Leid herrschte in Europa. Wie aus der europäischen Geschichte bekannt, kam  es über die Jahrhunderte immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen. Nach 1945 gab es Politiker, die gemeinsam einen Weg suchten, die alten Feindschaften in Europa zu überwinden. Aussöhnung und enge Zusammenarbeit mit den Nachbarn schienen der Weg zu einem dauerhaften Frieden auf dem europäischen Kontinent zu sein. Konrad Adenauer(Deutschland), de Gasperi (Italien), Robert Schumann (Frankreich) bildeten zunächst  mit den drei Beneluxländern die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, aus der 1957 die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) hervorging. Detailliert ging Berend auf die weiteren Etappen beim Bau des gemeinsamen „Hauses Europa“ ein. Die letzten Erweiterungen 2004 und zuletzt 2007 mit Rumänien und Bulgarien führten dazu, dass 27 Staaten der EU angehören. Weitere Staaten stehen wartend vor der Tür. Die Europäische Union, so Berend, hat sich inzwischen zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Seit nunmehr 65Jahren gab es im Herzen Europas keinen Krieg mehr und in einem geeinten Europa sind Kriege der Mitglieder untereinander undenkbar geworden. Darüber hinaus fließen Milliarden an Euros aus der gemeinschaft in die Beitrittsstaaten z.B. für unzählige Infrastrukturmaßnahmen. So wurden aus bitter armen Ländern wie Irland und Portugal blühende Länder. Inzwischen unterstützen zahllose EU-Programme die Entwicklung der einzelnen Staaten auf verschieden Ebenen (Wirtschaft, Handel, Bildung ...) Berend wies darauf hin, dass alle Länder erst nach mehrjähriger Wartezeit und nach Erfüllung verschiedener Kriterien in die Europäische Gemeinschaft aufgenommen wurden. Die einzige Ausnahme bildeten die 5 neuen Bundesländer, die am 3. Oktober 1990 durch die Einheit Deutschlands sofort aufgenommen wurden. Ein großer finanzieller Beitrag der EU zum Aufbau in unseren neuen Bundesländern wurde dadurch möglich!Zur Dimension der EU: Zur Europawahl 2009 waren 500 Millionen Europäer aufgerufen, was 8 % der Weltbevölkerung entspricht. Ein weiterer Abschnitt seines Berichtes beschäftigte sich mit den oft gehörten Worten „Womit ich nicht mehr dienen kann, das dichte ich einfach Brüssel an!“. Alle Nationen sind durch ihre Abgeordneten im Europäischen Parlament vertreten, aber nicht selten werde der Grund für nicht gelöste Probleme der einzelnen Ländern nicht vor Ort gesucht, sondern in  „Mängeln“ und „Schwächen“ innerhalb der „EU“. Berend wies darauf hin, dass durch den Anstieg auf 27 Mitgliedsländer auch die Vielfalt der Probleme zugenommen hat. Er verglich die EU mit einem Haus, welches zunächst  für wenige Mieter gebaut wurde, jetzt aber wird es von 27 ganz unterschiedlichen Mietern bewohnt und es kann  zu Spannungen kommen. Also bedarf es neuer Regelungen, die das Zusammenleben ordnen, also einer Verfassung. Berend  erläuterte den beschwerlichen Weg, der zum „Lissabon-Vertrag“ führte, der endlich  von allen 27 Ländern ratifiziert wurde. Endlich auch die Einigung, dass ein ständiger Ratspräsident der EU als oberster Vertreter vorsteht.Fragen an Berend gab es zu Erweiterungswünschen in Richtung Türkei und Mittelmeeranrainerstaaten und deren Auswirkungen.Die Besucher waren sehr angetan  von dem in freier Rede gehaltenen einstündigen Vortrag des neuen Landesvorsitzenden der Thüringer Senioren Union. Entwicklung und Bedeutung der Europäischen Union wurde den Senioren in einem glühenden Credo für ein geeintes, freies und sicheres Europa innerhalb der Weltgemeinschaft nahe gebracht.

Dr. Ute Sturm

Kreisvorsitzende der Senioren Union

 


Dieter Bernet | Senioren Union Ilm-Kreis

Tankred Schipanski
  Demnächst
Derzeit keine Veranstaltungen.
  Mitmachen

  Mitglied werden

  ILM-KREIS KURIER

Alle Ausgaben

 

Kontakt     Impressum